1. Damen – Im „grünen Bereich“, aber trotzdem keine Luft nach unten

Damen Hinrunde Bericht 

„Mit dem Abstieg nichts am Hut zu haben“ war ebenfalls die Devise der 1. Damen der HSG Schaumburg Nord in der Oberliga Niedersachsen der Frauen. Nachdem die meisten Spiele der Hinrunde gespielt sind, ist der 10. Tabellenplatz Realität. Ein Tabellenplatz, bei dem noch Luft nach oben ist und ein Abstiegsplatz nur drei Punkte entfernt ist.  

Gegensätzlich zur 1. Herren lief die Vorbereitung der Damen für Trainer Saulius Tonkunas sehr zufriedenstellend. Die Euforie des Saisonsstarts bekam jedoch bereits am ersten Spieltag einen deutlichen Dämpfer. Gegen die Eintracht Hildesheim unterlag man deutlich mit 15:30 und nur eine Woche später folgte die Niederlage beim Auswärtsauftakt bei der MTV VJ Peine. Trotz beider Niederlagen war Coach Tonkunas dem weiteren Verlauf der Saison positiver Dinge. Denn sowohl Hildesheim, als ehemaliger Drittligist und aktueller Tabellenerster, als auch Peine als Meister der abgebrochenen Corona Saison 2019/20 waren starke Gegner und Tonkunas unterstrich: „Die Punkte müssen woanders geholt werden, als gegen diese beiden Mannschaften.“ 

Dem sollte bereits sieben Tage später Taten folgen. Zu Gast war der MTV Rosdorf. In einem Spiel auf „Landesliga-Niveau“ ergatterten die Gastgeber die zwei Punkte bei einem Arbeitssieg. Nach dem Spiel erhofftet Trainer Tonkunas, dass der Bann endlich gebrochen sei und schon im nächsten Spiel zwei weiter Punkte auf das Konto der Schaumburger verbucht werden können. Der Aussage folgten Taten. Bei der MTV Geismar konnte der erste Auswärtserfolg der Saison erkämpft werden und zum ersten Mal in der war auch der Coach voll und ganz zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. „Ohne wenn und aber, wir haben ein gutes Spiel gemacht“, freute sich Tonkunas. Nur sechs technische Fehler zählte der Coach, sah seine Abwehr gut und kompakt stehen.  

Nach dem Saisonstart mit 4:4 Punkten und Rückenwind ging man in das nächste Heimspiel gegen die HSG Heidmark einen Gegner auf Augenhöhe. Doch die Leistung der Vorwoche konnte nicht erneut abgerufen werden und man fang sich eine deutliche 23:31 Klatsche. Nach dem Spiel ging Tonkunas mit seiner Mannschaft hart in das Gericht.  In jeder Sportart ginge man in jedes Spiel hinein, um den Gegner zu fressen, mit Herz und Wille. „Das habe ich heute vermisst“, so Tonkunas, „ohne Wille, ohne Kampf, da kann man nicht gewinnen.“ Bis dato war Saulius Tonkunas mit der bisherigen Saison zufrieden, doch mit dem bitteren Beigeschmack der Heidmark Pleite war dies nicht mehr der Fall. 

Die schlechte Leistung machte man dann aber im nächsten Spiel direkt wieder wett. Bei einem 30:30 Unentschieden beim HV Lüneburg sah Tonkunas Wille, Herz, Kampf und Disziplin, all das was er in der Vorwoche vermisst hatte. Mit einem Punktekonto von 5:7 stand man dementsprechend im Mittelfeld der Tabelle, im Soll laut Saisonziel. Währendessen Coach Saulius Tonkunas die 1. Herren der HSG Schaumburg als Interimstrainer übernahm, sicherte er vollen Einsatz und Engagement der 1. Damen zu. Die Arbeit mit dem Team und das ganze Teamgefüge sei schlichtweg viel zu schön und er wolle dies nicht missen. 

Trotz guter Leistung gegen Lüneburg ging man in das vorletzte Spiel der Hinrunde als Underdog. Denn der Gegner war die Reserve des Drittligateams von Oyten, welche in der Liga definitiv zu den Topteams gehören. Ähnlich wie die Voraussetzungen waren, verlief das Spiel. Der Qualitätsunterschied machte sich über 60min hinweg bemerkbar und schlussendlich ging das Spiel deutlich verloren. Der Fokus wurde sofort auf das nächste Spiel gesetzt. Das Spiel gegen Germania List, welches richtungsweisend für den weitern Verlauf sein sollte. Beide Teams gingen mit ähnlichem Ausgang in die Partie. Doch eine schwache Ausbeute im Angriff verpasste den Damen die enttäuschende Niederlage gegen den direkten Konkurrenten aus der Landeshaupstadt. Bis auf die Wurfqoute habe vieles gestimmt. „Moral und Disziplin war definitiv da“, so Tonkunas, „es war halt einfach nicht unser Tag.“ Man wäre vielleicht ein Tick zu übermotiviert gewesen. Durch diese Niederlage hängt die 1. Damen jedoch im unteren Drittel der Tabelle fest und verpastete den Anschluss am mittleren Drittel.  

Durch die Entscheidung des HVN alle Spiele im Dezember zu verschieben, war dies das letzte Spiel des Kalenderjahres. Dadurch müsse man auf einem Tabellenplatz ausharren auf dem man eigentlich nicht stehen möchte. Tonkunas rekapituliert, dass ihm spielübergreifend zwei Punkte fehlen, welche ihm eine sorgenfreiere Weihnachtszeit beschert hätte. Nichtsdestotrotz sei man noch im grünen Bereich, wenn man sich auf das Saisonziel beziehe. Größere personelle Ausfälle hätte der Coach nicht zu beklagen gehabt und auch wenn mal jemand ausgefallen ist, habe dies sich zwar negativ ausgewirkt, aber es gehöre einfach zum Sport dazu. 

Dem Re-Start des Spielbetriebs sieht er positiver Dinge entgegen, aus dem Grunde, dass er seinen Kader in der Breite sehr gut aufgestellt sieht. „Gerade die drei Neuzugänge des Sommers etablieren sich kontinuirlich weiter und finden sich immer besser zurecht, als noch zu Beginn der Saison“, so Tonkunas. Lediglich die lange Serie an Auswärtspielen schmecke ihm eher weniger, aber es sei besser, als gar nicht zu spielen. Aber das ganze Team sei heiß und trainiere mit vollem Einsatz auf den möglichen Re-Start am 15.01. in Northeim, welche sich in nur zwei Tabellenplätze über den Schaumburgerinnen befinden. 

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